«Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.»

Galileo Galilei Italienischer Universalgelehrter

Der Ethik-Kodex in der Beratung

Ein professionell aufgestellter Coach hat klare Regeln, ein eindeutiges Verständnis und eine Definition von Ethik, die verbindlich ist. Innerhalb des Beratungsprozesses muss eine tragfähige Beratungsbeziehung aufgebaut werden. Der Ethik-Kodex beschreibt die Grundhaltung innerhalb von Beratungsprozessen.

Inhalt:

  • Ethik zu Beginn des 3. Jahrtausends
  • Noch heute prägt die griechische Philosophie unsere Ethik
  • Ethik-Standards und beratende Berufe
  • Pflichten gegenüber dem Kunden
  • Meine Haltung gegenüber Kunden

Auch für Banken und Non-Profit-Unternehmen gehört ein Ethik-Kodex heute zur selbstverständlichen Ausrüstung, er ist oft Bestandteil der firmeneigenen Philosophie. Es waren nicht zuletzt die Finanzkrise, der Umlauf von Fluchtgeldern und der Vorwurf, die Schweiz sei ein Steuerparadies, die zu diesem Kodex beigetragen haben.

Natürlich haben auch die grössten Beratungsverbände einen eigenen Ethik-Kodex veröffentlicht. Zu den beiden grössten Schweizerberatungsverbänden gehören der BSO und die SGfB, deren Kodex online ebenso abrufbar ist wie der bei öffentlichen Verwaltungen, Spitälern und Politik, wo ethische Fragen im Grundsatz diskutiert werden.

Leadership ohne Followship ist ein Ding der Unmöglichkeit

Monique R. SiegelSchweizer Unternehmensberaterin

Ethik zu Beginn des 3. Jahrtausends

Heute stellen sich im Zusammenhang mit Ethik naturgemäss andere Fragen als in vergangenen Epochen. Die postmoderne und moderne Zeit führt zu völlig neuen Fragestellungen. Es geht um nicht weniger als atemberaubende und revolutionäre Veränderungen, um Wertumbrüche und daraus resultierende Fragen.

Die Antworten betreffen verschiedenste Themenbereiche, also etwa die Finanzpolitik, das Gesundheitswesen und zahlreiche andere Bereiche unseres Lebens. Ethische Diskussionen müssen einerseits mit den allgemein anerkannten Grundwerten übereinstimmen, die fest in unserer Gesellschaft und Kultur verankert sind. Sie müssen aber auch so diskutiert und formuliert werden, dass die Ergebnisse zu nachvollziehbaren Ansätzen führen.

Noch heute prägt die griechische Philosophie unsere Ethik

Ein Ausflug zu den griechischen Philosophen hilft auch heute, sich mit wesentlichen Fragen auseinander zu setzen. So sah Aristoteles (384-322 v. Chr.) das Ausmitten zweier Pole im Vordergrund. Tapferkeit beispielsweise bietet die Mitte zwischen Feigheit und Tollkühnheit.

Plato (427-348/47) dagegen gilt als Begründer der Tugendlehre. Die von ihm formulierten Tugenden Tapferkeit, Gerechtigkeit, Weisheit, Mass und Besonnenheit hat Bischof Ambrosius von Mailand (339-397) übernommen und als Tugendlehre in die Kirche aufgenommen, was auch der späteren Tradition der Kirche entspricht.

Auf dieser Grundlage bildete sich die europäische Ethik heraus, die von Thomas von Aquin (1225-74) um drei weitere Tugenden ergänzt wurde, die auch heute noch einen wesentlichen Teil der geltenden Tugenden ausmachen: Glaube, Liebe, Hoffnung (1. Kor. 13,13).

Ethik-Standards und beratende Berufe

Coaches, Supervisoren und psychosoziale Berater stellen ihre Erfahrungen und Kenntnisse nicht nur ihren individuellen Kunden zur Verfügung. Sie setzen dabei zudem psychologisch fundiertes Wissen ein, das für ihre Kunden verständlich, bedeutsam und zutreffend ist. All das tun sie auf dem Hintergrund einer gewollten und bewussten Anwendung ethischer Richtlinien.

Daraus ergeben sich folgende Punkte:

Pflichten gegenüber dem Kunden
  1. Für Coaches muss es eine Selbstverständlichkeit sein, die Würde der Menschen, die sie beraten, zu achten. Diese Verpflichtung schliesst die Rechte eines jeden Individuums mit ein, unabhängige Entscheidungen nicht nur zu treffen, sondern für diese Entscheidungen die Verantwortung zu übernehmen. Weiterhin gehören die persönliche Weiterentwicklung und die Selbstbestimmung dazu, und der zu beratende Mensch muss sich auf Verschwiegenheit und Vertraulichkeit verlassen können.
  2. Für Coaches gilt die Verpflichtung, in der Fachberatung oder der Prozessberatung für Gleichberechtigung zu sorgen und keinerlei Vorurteile mitzubringen, sei es bezogen auf Alter, Rasse, Unterschiede im Geschlecht, religiöse oder ethnische Herkunft, sexuelle Orientierungen oder bezüglich einer Behinderung, welcher Art auch immer. Coaches haben jede Form der Diskriminierung zu unterlassen.
  3. Coaches haben immer die Gesamtheit der Bedürfnisse ihrer Kunden im Blick, wenn sie mit ihnen arbeiten und kommunizieren. Sie sind ausserdem angehalten, eigene fachliche Grenzen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wenn etwa die eigenen Kompetenzen nicht ausreichen, um einem Kunden zu helfen, verweisen Coaches an Experten, die der Thematik besser gewachsen sind.
  4. In ihrer Praxis reflektieren Coaches auch die ethischen Einflüsse, die sich aus Aspekten der soziokulturellen Hintergründe und Fragen ergeben. Das schliesst auch folgende Fragen ein: Wer sind meine Kunden? Woher kommen sie und welche besonderen ethischen Faktoren ergeben sich aus diesen Beziehungen? Wie lassen sich unterschiedliche Interventionsformen (Gruppenarbeit, Einzelberatung) unter Einbeziehung ethnischer Gesichtspunkte realisieren (beispielsweise in Schamkulturen)?
  5. Coaches stehen in der Verpflichtung, Ihre Kunden über die Ziele, Zwecke, die ethischen Standards und die geschäftlichen Bedingungen zu informieren, die sich auf die Art und Weise und auf die faktische Durchführung der Beratung beziehen. Sie tun dies entweder in mündlicher oder schriftlicher Form.
  6. Coaches sind sich im Klaren darüber, dass es Beziehungsgrenzen gibt, sie setzen diese achtsam und konsequent um. So verzichten sie auf die private Kontaktaufnahme zu Kunden und unterlassen jegliche Form der Beziehung innerhalb und ausserhalb der Beratungssettings. Ausnahmen sind hier lediglich Aktivitäten, die sich innerhalb der professionellen Beziehung zwischen Coach und Kunden abspielen.
  7. Coaches sind sich ihrer Einstellungen (ihres Lebensstils) und ihrer Werthaltungen bewusst, die Hilfestellung, die sie ihren Kunden anbieten, werden objektiv und diskret gestaltet.
  8. Sollte die Dienstleistung eines Coaches nicht mehr angeboten oder fortgesetzt werden, begründet dieser das in geeigneter Art und Weise gegenüber seinen Kunden.
  9. Regelmässig nehmen Coaches an Intervision und Supervisionen teil, um sich weiterzuentwickeln und Fähigkeiten und Kenntnisse zu vertiefen. Diese Weiterentwicklung ist für eine verantwortungsbewusste Steigerung ihrer Kompetenzen nötig, um so persönliche Ziele für ein kontinuierliches und fortgesetztes Lernen zu entfalten.
  10. Coaches stellen ihre ethischen Grundsätze für ihre Kunden zur Verfügung.

Nachfolgend können Sie meinen Ethik-Kodex nachlesen.

Meine Haltung gegenüber Kunden

Meine Basis ist die Prämisse der akzeptierten Gleichwertigkeit beider beteiligten Partner. An erster Stelle stehen der gegenseitige Respekt und die gegenseitige Wertschätzung gleichermassen. Im Fokus ist das Wohlsein des Kunden.

Ich gehe an meine Aufgaben stets mit einem offenen Menschenbild heran, ich denke also nicht in den Kategorien „Falsch“ oder „Richtig“. Das wäre auch nicht sinnvoll, denn meine Herangehensweise ist die Neugierde, zudem versetze ich mich gern in die Situation der Menschen hinein, mit denen ich arbeite. Ich will empathisch agieren und verstehen, was die Menschen bewegt.

Daher ist einer meiner Leitsätze einer von Alfred Adler, der schrieb: „Mit den Augen des andern zu sehen, mit den Ohren des andern zu hören, mit dem Herzen des anderen zu fühlen.“ So kann ich Sichtweisen, Prozesse und Fragen nachvollziehen und mit Wertschätzung und auf Augenhöhe die Beratungssituation gestalten.

Selbstverständlichkeiten sind für mich die Diskretion und die Verschwiegenheit, und zwar bezogen sowohl auf die Inhalte meiner Beratungstätigkeit als auch hinsichtlich der Menschen, mit denen ich zu tun habe. Eben jene Vertraulichkeit ist es auch, die mir eine gute und tragfähige Arbeitsbeziehung erlaubt.

Ich bin im Berufsverband „Swiss Coaching Association“ und halte mich konsequent und verbindlich an die im Berufsverband beschriebenen Vorgaben, mein persönlich formulierter Beratungskodex kommt hinzu.

Beratungskodex von Urs R. Bärtschi, Coach mit eidg. Diplom

Meine Grundhaltung ist wertfrei und allparteilich, beides prägt mein Menschenbild. Das Welt- oder Wertverständnis meines Gegenübers ist nicht entscheidend, massgeblich ist vielmehr die Lernbereitschaft meiner Kunden. Denn nur mit selbstverantwortlichen Kunden – das zeigt auch meine lange Erfahrung – ist ein zielführender Beratungs-Prozess möglich.

Ich bin nicht in der Lage, Krankheiten zu diagnostizieren, aber ich traue mir zu, auf einen allfälligen Arztbesuch hinzuweisen, wenn ich Signale dafür erkenne oder das Gefühl habe, einem nicht psychisch gesunden Menschen zu begegnen.

Die Basis meiner Beratungsprozesse ist eine mit dem Kunden klar vereinbarte und realistisch erreichbare Zielsetzung. Jene Vereinbarung zielt darauf ab, persönliche oder berufliche Fragen zu klären, die Ressourcen und die Fähigkeiten meiner Kunden zu unterstützen und so deren eigene Kompetenzen zu stärken.

Es sind die Einzel-Coachinggespräche, die die Menschen in die Lage versetzen, ihre Sichtweisen zu erweitern, kreative Kräfte freizulegen und Zugang zu Lösungen unterschiedlicher Herausforderungen zu finden. Am Ende der Entwicklung haben meine Kunden ihre persönliche Kompetenz gestärkt, haben Mut für das eigene Handeln entwickelt und gehen konsequenter und selbstbestimmter durchs Leben.

So arbeiten wir: gut strukturiert und mit Fokus

Während des ganzen Prozesses konzentrieren wir uns auf Ihre Ziele und die Ergebnisse, die Ihnen wichtig sind.

Angebote
  • Executive-Coaching für Führungskräfte
  • Start-up-Coaching bei Firmengründungen
  • Management-Coaching für Teamleiter
  • Personal-Coaching / Life-Coaching für Einzelpersonen
  • Interview-Coaching bei Bewerbungstraining
  • Firmenseminare

Über mich

Menschenliebe, Fachkompetenz und Erfahrungswissen

In den vergangenen 20 Jahren habe ich über 4000 Coachinggespräche geführt und mir eine breite Methoden- und Prozesskompetenz erarbeitet. Auf diese greifen Sie in der Zusammenarbeit mit mir zurück; ebenso auf meine tiefe Freude an einer persönlichen, intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit.

Qualifiziertes Business-Coaching baut auf erprobten Methoden und Arbeitstechniken auf. Ein gut gefüllter psychologischer Werkzeug-Koffer, Praxis erprobte Coaching-Tools ermöglicht es Ihnen in kürzester Zeit gute, nachhaltige Schritte zu gehen. «Sich verstanden fühlen» ist wichtig. Coaching-Kompetenz fällt nicht vom Himmel.

Sie profitieren von meiner fundierten Ausbildung (Coach mit eidg. Diplom HFP und Berater im psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom HFP) und meiner kontinuierlichen Coaching-Praxis.

Menschen zu befähigen, zu ermuntern und zu begleiten, dass sie ihre Ziele erreichen – das motiviert mich jeden Tag.

Was Sie ausserdem von mir wissen sollten
Ich …
  • bin Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der Coachingplus GmbH.

  • habe ich mich im Business-Coaching auf die Laufbahnberatung, Persönlichkeitsentwicklung und Führung fokussiert

  • bin seit über 20 Jahren Coach

  • habe seit dem Jahr 2000 im Rahmen des 10-tägigen Coaching-Studiengangs bzw. Coachingplus viele Personen zum dipl. Coach SCA ausgebildet. Der Studiengang bereitet zudem seit 2015 auf die Prüfung zum «Betrieblichen Mentor FA» vor.

Ein Business-Coaching hilft sich persönlich weiterzuentwickeln. Ein entscheidender Impuls für Ihre Karriere! Sie erreichen mich am einfachsten per E-Mail. Gerne rufe ich Sie zurück.

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