Mut ist jener Rhythmus, den einer in sich hat, sich als Instrument des Ganzen zu fühlen.

Alfred AdlerÖsterreichischer Arzt und Psychotherapeut

Alfred Adler und seine Individualpsychologie

Sechs Gründe, weshalb wir die Individualpsychologie als Grundlage fürs Coaching gewählt haben.

Die Individualpsychologie von Alfred Adler zählt zu den drei klassischen Richtungen der Tiefenpsychologie. Die beiden anderen Richtungen stammen von Carl Gustav Jung und Sigmund Freud.

Alfred Adler’s Individualpsychologie ist der Theoriebezug im 10-tägigen Studiengang für angewandtes Coaching. Ebenso erhalten Sie ca. 20 anwendbare Coaching-Tools, welche auf der Individualpsychologie basieren. Hier weiterlesen!

Leadership ohne Followship ist ein Ding der Unmöglichkeit

Monique R. SiegelSchweizer Unternehmensberaterin

Schon vor Jahren haben wir die Individualpsychologie zur Grundlage unseres Coachings gemacht. Auch unsere Coaching-Ausbildung steht ganz in ihrem Zeichen. Diese Gründe haben uns überzeugt:

1. Positives Menschenbild: Durch Übung kann sich der Mensch verändern

«Ein Mensch wird nicht dadurch gut, dass man ihm seine Schlechtigkeit beweist», betont Jürg Rüedi[1], Professor an der Hochschule für Pädagogik in Liestal. Ganz im Sinne der adlerianischen Psychologie betont er die Notwendigkeit der Ermutigung – die Bedeutung von Wohlwollen, Bejahung, Freundschaft, Einsicht und Erkenntnis.

Kinder ebenso wie Erwachsene brauchen Güte und Liebe, um zu wachsen. Unter günstigen Bedingungen kann sich der Mensch verändern. Drohungen, Strafen, Druck und Gewalt bewirken das Gegenteil. Misserfolgserlebnisse und Misserfolgserwartungen schmälern den Mut, aufzubrechen und Neues zu wagen. In diesem Sinne ist Alfred Adlers Psychologie einem konstruktiven Optimismus verpflichtet. Er sieht den Menschen frei, sich zu entwickeln, und betont zugleich die Selbstverantwortung.

Die Hinwendung zu Ermutigung und Wohlwollen steht keinesfalls im Widerspruch dazu, dass Menschen im persönlichen Zusammenleben Grenzen ziehen.

Auch Vertreter der adlerianischen Psychologie kennen Konflikte. Doch sie lösen ihre Konflikte, indem sie versuchen, den Anderen zu verstehen, und sie können damit umgehen, nicht immer im Recht zu sein. Der Mensch ist nun einmal fehlbar.

Das Menschenbild Adlers steht im Zeichen eines gesunden Selbstwertgefühls. Es zielt auf eine realistische Selbsteinschätzung im Dienst von Gemeinschaftsgefühl, Sachlichkeit und mehr Aktivität.

[1]    Professor Jürg Rüedi, Newsletter Nr. 20: Ein adlerianischer Ansatz in der Erziehung. Akademie für Individualpsychologie.

Alfed Adler. der Begründer der Individaulpsychologie

Alfed Adler. der Begründer der Individaulpsychologie

2. Der Mensch ist ein soziales Wesen

Die Gemeinschaft hat im Weltbild Adlers eine hohe Bedeutung: Der Mensch will sich einer Gemeinschaft zugehörig fühlen und von ihr akzeptiert sein. Es ist ihm ein Anliegen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Das Leben in und mit der Gemeinschaft stiftet Sinn in seinem Leben.

Der Begriff des «Gemeinschaftsgefühls» wurde von Adler 1918 eingeführt. Dieses Gefühl ist dem Menschen von Geburt an mitgegeben. Im Verlauf des Lebens entwickelt es sich von Mensch zu Mensch jedoch unterschiedlich.

Die Beziehung zur Mutter gibt den Ausschlag: Sie ist der Orientierungspunkt für alle anderen Beziehungen und prägt die soziale Ausrichtung eines Menschen.

In einem gesunden, förderlichen Umfeld fügt sich der Mensch in die Gemeinschaft ein und tut das Seine, um einen Anteil am Gemeinschaftsleben zu leisten.

In unserer Umwelt wie auch in der Gesellschaft insgesamt sehen wir oft Beispiele für Egoismus anstelle von Gemeinschaftsgefühl. Die Individualpsychologie erinnert uns an unser natürliches Streben nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Diese Rückbesinnung heilt nicht nur den Einzelnen, sondern wirkt positiv auf die Gemeinschaft zurück. Die Individualpsychologie steht unter dem Leitstern von Demokratie und Humanismus.

3. Individualpsychologie: Der Mensch als Einheit

Ausserdem grundlegend für die Individualpsychologie ist die «Lehre des unteilbaren Menschen». Demnach ist jeder Mensch ein individuelles, unteilbares Ganzes. Der Begriff der «Individualpsychologie» nimmt unmittelbar Bezug darauf.

Dieses Grundverständnis vom Menschen als Ganzheit steht im Gegensatz zur Lehre Freuds. Freud betonte, dass sich Anteile des Menschen gegenseitig bekämpfen.

Anders Alfred Adler. Nach seiner Auffassung bilden Körper und Geist eine Einheit. Als praktizierender Arzt traf er auf Kranke und Menschen mit Fehlbildungen. Unter diesem Eindruck schrieb er bereits in seinen frühen Jahren eine Studie über die «Minderwertigkeit von Organen». Darin zeigte er den Zusammenhang von Körperlichkeit und Lebensschicksal auf: Blinde Menschen etwa entwickeln besondere Fähigkeiten auf ihren übrigen Sinneskanälen.

Heute sprechen wir von Kompensation und Überkompensation. Alfred Adler hält eine positive Botschaft für uns bereit:

Auch wenn Menschen in ungünstige Lebensbedingungen hinein geboren werden, können sie wachsen und sich entwickeln. Ihre Lebensumstände können sie gestalten und sind dabei weder durch ihre Biologie noch durch ihre soziale Herkunft festgelegt. Adler sieht den Menschen als freies, weitgehend selbstbestimmtes Wesen.

4. Gleichwertigkeit

Schon früh hat sich Adler in Schulen engagiert und dabei ein wirkliches Novum entwickelt: Schüler, Eltern und Lehrer brachte er zum Austausch an einen Tisch – revolutionär in seiner Zeit!

Aus seiner Sicht war das nichts weiter als folgerichtig: Menschen sind gleichwertig, auch wenn sie jünger sind. Machtgefälle lehnte er strikt ab. Vielmehr ermutigte er seine Mitmenschen, sich gegenseitig wertzuschätzen und sich zu respektieren.

Achten Sie einmal darauf, was der Mangel an Respekt, Wertschätzung und Gleichwertigkeit bewirkt. Die allabendlichen Nachrichten sind ein drastisches Studienobjekt. Wir hören von Konflikten, Krieg und Not.

Adler hat schon vor 100 Jahren ein Gegenmodell entworfen. Heutige Studien geben ihm Recht.

Von Gleichheit und Gleichwertigkeit profitieren nicht nur die Armen, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Er fordert uns auf, die Chance der Gemeinsamkeiten und des Zusammenlebens und –arbeitens zu erkennen.

Konflikte lassen sich nicht vermeiden. Doch anstatt sie ausufern zu lassen, sollten wir sie als Chance verstehen. Dazu jedoch ist Wissen darüber nötig, wie das menschliche Zusammenleben funktioniert. Zugleich kommt es auf den Willen und die Bereitschaft an, die eigenen Denk- und Sichtweisen wahrzunehmen und zu verändern.

5. Lebensstile: Die Persönlichkeit entwickeln

Jedes Handeln hat seine Gründe und Ziele. Auch wenn uns das Verhalten eines Mitmenschen merkwürdig erscheint: In seiner Innenwelt hat es seine Logik. Das menschliche Verhalten ist immer zielgerichtet. Wenn etwa ein Schüler die Schule schwänzt, dann um den Ort seines Misserfolg zu meiden. Sein Selbstwertgefühl leidet dort.

Das Verhalten eines Menschen lässt sich nur im Zusammenhang mit seinen inneren Zielen verstehen. In seinem sozialen Zusammenhang lassen sie sich deuten, denn der Mensch als soziales Wesen ist in ein System eingebunden.

Alfred Adler sprach von «Lebensstilen». Gemeint sind individuelle Verhaltensweisen, die während des ganzen Lebens erhalten bleiben – selbst wenn sie von aussen betrachtet wenig sinnvoll erscheinen. Der Mensch hat sie von Kindesbeinen an erlernt, geübt und verinnerlicht. Er kann nicht aus seiner Haut: Glaubenssätze, Einschätzungen oder Selbstbild halten ihn fest.

Erst wenn er die Zusammenhänge erkennt, kann er sich aus seinem Lebensstil lösen. Er ist in der Lage, hinderliche Verhaltensweisen hinter sich zu lassen und sein persönliches Potenzial auszuschöpfen. Dann ist der Weg frei für persönliches Wachstum. Der Mensch kann seine Persönlichkeit entwickeln.

Die Deutung des Verhaltens eines Menschen vor dem Hintergrund seines Lebensstils ist eine einfach anzuwendende psychologische Technik: Im Lebensstil manifestiert sich die alles umfassende Lebensanschauung eines Menschen. Daraus entstehen die persönlichen Ziele und Haltungen und das Verständnis für seine Handlungen, Gedanken und Gefühle.

6. Praktisch und belegt

Die Individualpsychologie ist gedacht für Menschen wie du und ich. Sie gibt uns Instrumente an die Hand, um das Verhalten von Menschen zu verstehen. Sie ist eine verständliche Alltags- und Gebrauchspsychologie und zugleich eine Sozialpsychologie.

Als Arzt hat Alfred Adler vor allem mit einfachen Menschen gearbeitet – anders als Freud, der in der «High Society» verkehrte. Adler war daran gelegen, sich verständlich zu machen. Ein abgehobenes Theoriekonstrukt war nicht seine Sache.

Die Individualpsychologie ist inzwischen in 100 Jahren erprobt und weiterentwickelt worden. Sie steht in enger Übereinstimmung mit den Beobachtungen und Erkenntnissen des gegenwärtigen wissenschaftlichen Stands. Der inzwischen verstorbene Psychotherapieforscher Klaus Grawe sagte 1999 von Adler: «Er hat gut über den Daumen gepeilt … Vom Menschenbild her liegt er dem, was man heute aus der Psychologie ableiten würde, wesentlich besser da als Freud» [1].

[1]    Vgl. Grawe 1999, zitiert nach Rüedi 2000, S. 356

Kinder ebenso wie Erwachsene brauchen Güte und Liebe, um zu wachsen. Unter günstigen Bedingungen kann sich der Mensch verändern. Drohungen, Strafen, Druck und Gewalt bewirken das Gegenteil. Misserfolgserlebnisse und Misserfolgserwartungen schmälern den Mut, aufzubrechen und Neues zu wagen.

So arbeiten wir: gut strukturiert und mit Fokus

Während des ganzen Prozesses konzentrieren wir uns auf Ihre Ziele und die Ergebnisse, die Ihnen wichtig sind.

Angebote

  • Executive-Coaching für Führungskräfte
  • Start-up-Coaching bei Firmengründungen
  • Management-Coaching für Teamleiter
  • Personal-Coaching / Life-Coaching für Einzelpersonen
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  • Firmenseminare

Über mich

Menschenliebe, Fachkompetenz und Erfahrungswissen

In den vergangenen 20 Jahren habe ich über 4000 Coachinggespräche geführt und mir eine breite Methoden- und Prozesskompetenz erarbeitet. Auf diese greifen Sie in der Zusammenarbeit mit mir zurück; ebenso auf meine tiefe Freude an einer persönlichen, intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit.

Qualifiziertes Business-Coaching baut auf erprobten Methoden und Arbeitstechniken auf. Ein gut gefüllter psychologischer Werkzeug-Koffer, Praxis erprobte Coaching-Tools ermöglicht es Ihnen in kürzester Zeit gute, nachhaltige Schritte zu gehen. «Sich verstanden fühlen» ist wichtig. Coaching-Kompetenz fällt nicht vom Himmel.

Sie profitieren von meiner fundierten Ausbildung (Coach mit eidg. Diplom HFP und Berater im psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom HFP) und meiner kontinuierlichen Coaching-Praxis.

Menschen zu befähigen, zu ermuntern und zu begleiten, dass sie ihre Ziele erreichen – das motiviert mich jeden Tag.

Was Sie ausserdem von mir wissen sollten

Ich …

  • bin Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der Coachingplus GmbH.

  • habe ich mich im Business-Coaching auf die Laufbahnberatung, Persönlichkeitsentwicklung und Führung fokussiert

  • bin seit über 20 Jahren Coach

  • habe seit dem Jahr 2000 im Rahmen des 10-tägigen Coaching-Studiengangs bzw. Coachingplus viele Personen zum dipl. Coach SCA ausgebildet. Der Studiengang bereitet zudem seit 2015 auf die Prüfung zum «Betrieblichen Mentor FA» vor.

Ein Business-Coaching hilft sich persönlich weiterzuentwickeln. Ein entscheidender Impuls für Ihre Karriere! Sie erreichen mich am einfachsten per E-Mail. Gerne rufe ich Sie zurück.

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