Träume und Ziele erreichen: Wie Sie mit diesen Schritten Ihre Ziele erreichen

Träumen ist gut, wenn danach das Handeln kommt.

«Manche Menschen sehen die Dinge, so wie sie sind – und fragen: Warum? Ich erträume Dinge, die es noch nie gegeben hat, und frage: Warum eigentlich nicht?»

George Bernard Shaw

Viele Menschen erspüren in ihrem Innersten unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte. Gedanken, welche sich wiederholt in unseren Träumen finden, zeigen genau, wo unser Leben hingehen könnte. Zu sehr lenkt jedoch der hektische und angespannte Alltag ab. Menschen die mit Alltagsdingen beschäftigt sind «verlieren» meist ihre Träume.

So starten Sie richtig nach dem Träumen

Vermeiden Sie unbedingt einen Fehlstart. Daniel H. Pink beschreibt in seinem neusten Buch «When: The Scientific Secrets of Perfect Timing», dass es 86 ideale Tage für einen Neustart gibt, wie zum Beispiel:

  • Der Monatserste (12 Tage)
  • Alle Montage (52 Tage)
  • Der persönliche Geburtstag (1 Tag)
  • Der Geburtstag eines geliebten Menschen (1 Tag)
  • Etc.

«Nutze deine Energie für die Erfüllung deiner eigenen Träume, anstatt sie zur Erfüllung fremder Vorstellungen zu verschwenden.»

Anselm Grün

Sie haben die Wahl

Wählen Sie einen bevorzugten Lieblingstag aus und verfolgen Sie nur die wichtigen Ziele. Welche Pläne sind auf ihrer Top 5 Liste? Vergessen Sie nicht Ihre Herzensträume: Viele Träume wurden wahr, weil Menschen eine Vision und ein Ziel hatten. Die Endurance-Expedition von Ernest Shackleton verdeutlich wie mit wenigen verfügbaren Ressourcen und äusserst widrigen Umständen das Ziel erreicht wurde. Andere bestiegen Berge, wanderten durch Wüsten oder ruderten über die Ozeane. Von was träumen Sie?

«Glücklich sind die Menschen, die Träume haben und auch bereit sind, den Preis für deren Verwirklichung zu zahlen.»

Leon J. Suenes

Lassen Sie die erreichten Resultate für sich sprechen!

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

Urs R. Bärtschi, Coach mit eidg. Diplom

Urs R. Bärtschi, Coach mit eidg. Diplom, Gründer der Coachingplus GmbH in Kloten. Seit 25 Jahren als Coach und Berater tätig. Als Ausbildungsleiter unterrichtet er den 10-tägigen Studiengang für angewandtes Coaching und bildet zum Betrieblichen Mentor FA aus. Die meistbesuchte Coaching-Ausbildung in der Schweiz.

Krankheiten sollten geheim gehalten werden, um den Selbstwert der Führungskräfte nicht zu gefährden, findet der Coach Urs R. Bärtschi.

Kontra: Über Erkrankungen sprechen?

Der wahre Grund, weshalb in der Führungsetage nicht über Krankheiten gesprochen werden soll, in der Persönlichkeit von Führungspersonen.

Erfolgsge­schichten gehören zum guten Ton

Viel Arbeit, wenig Schlaf und Dauerstress, so das Leben vieler im Reigen der Erfolgreichen. Seit den 50er Jahren spricht man von Managerkrankheiten und bezieht sich auf die Er­krankung des Herz-Kreislauf-Systems infolge körperlicher und psychischer Überbeanspruchung. Diese werden als Schä­den des modernen Lebens in Kauf genommen. Erfolgsge­schichten gehören zum guten Ton, alles andere wäre unmit­telbar mit Versagen gleichzusetzen. Und nichts könnte schlim­mer sein als das.

Die Scham des Gesichtsverlustes und die Zerstörungskraft im Selbstbild, welche mit diesem Versagen ein­hergehen, sind zu vernichtend, als dass Führungskräfte über ihre Überforderungen sprechen würden. Sofern diese überhaupt als solche erkannt werden. Eine überhöhte Leistungsbereitschaft wird immer als «Stärke» ver­kauft. Führungskräfte haben sich längst ein Wording angeeignet, das entsprechend über­zeugend vorgetragen wird. Bis hin zum Kollaps oder bis Krank­heiten den Menschen stoppen und aus der Bahn werfen. Han­delt es sich dabei um «typische» Manager-Erkrankungen, so kann das Gesicht nach aussen gewahrt werden. Es wird vom Umfeld eher mit einer Spur Bewunderung wahrgenommen, dass der oder die so lange leistungsfähig war.

Erfolgreiche Menschen verdrängen

Depressionen, Angststörungen und ähnliche psychische Krankheiten sind durchaus Folgen von Stress, die heute noch negativ gefärbt sind. Der Abstieg verläuft langsam, lange unbemerkt, mit dem Stigma des «es war zu viel für ihn/sie» und wird mit Unfähig­keit gleichgesetzt. Erfolgreiche Menschen reden nicht über ihre Befindlichkeiten, weil sie diese meist nicht als negativ erkennen oder verdrängen, bis sie sich im Krankenhaus wie­derfinden. In einem anderen Fall begegnen wir einer Füh­rungsperson, die durchaus realisiert, wie es um sie/ihn steht, aber aus Angst des Gesichtsverlusts und des Verlustes der eige­nen Persönlichkeitsbasis, schweigt. Dieser Typus neigt zu einem «überraschenden» Suizid. In beiden Gruppen ist die Angst, die eigenen Persönlich­keitsideale- und Ziele zu verlie­ren, vorherrschend und hand­lungsweisend.

Nicht über Krankheiten sprechen, liegt in der Persönlichkeit von Führungspersonen

Auf gar keinen Fall soll jemand bemerken, dass etwas nicht mehr stimmt. Der wahre Grund, weshalb in der Führungsetage nicht über Krankheiten gesprochen wird, liegt in der Persönlichkeit von Führungspersonen. Ich plädiere deshalb für einen Umgang mit dem Thema, der den Betreffenden erlaubt, die Selbstach­tung zu erhalten. Und hierzu gehört die Geheimhaltung einer nicht offensichtlichen Erkrankung.

Gerade weil Führungsper­sönlichkeiten sich häufig selbst gefährden, sollte ein regelmässiges, persönliches Coaching zum Job gehören. Wörter wie Selbstehrlichkeit, Selbsterkenntnis, positive Selbstführung und Achtsamkeit sollten dabei zwingend Eingang finden.

Autor: Urs R. Bärtschi ist Coach und Grün­der der Coaching­plus GmbH und seit 25 Jahren als Berater und Coach tätig. Zudem unterrichtet er einen zehntägigen Studiengang zum angewandten Coaching und bil­det zum betrieblichen Mentor FA aus.

Dieser Artikel erschien im HR Today Mai 2018.

Pro: Über Erkrankungen sprechen?

Marc Thurner, Inhaber einer Personalberatungsfirma plädiert dagegen für mehr Transparenz, wenn die Arbeitsleistung durch eine Krankheit beeinträchtigt wird. Hier den Artikel (PDF) lesen.

Urs R. Bärtschi, Coach mit eidg. Diplom

Urs R. Bärtschi